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Glücklich im Schlafsack erwacht am zweiten Tage, dachte ich mit Grauen an die erneute Plage. Ich bin am Morgen durch das Camp gehumpelt, die Anstrengung hatte meinen Körper überrumpelt. Zum Frühstück gab es Rührei mit Salami, Schatzi gefiel mein Zustand gar nich‘. Sollte sich das beim Marschieren nicht bessern, so würden wir abbrechen und die Tour vergessen. Doch die Schmerzen verflüchtigten sich geschwind, durch die Pfützen hüpfte ich nun wie ein Kind. Mit den Überschuhen bin ich durch den Matsch spaziert, und freudig tänzelnd über die schmalen Stege balanciert. Rauf und runter die ausgewaschenen Wurzeltreppen, manchmal kamen wir uns vor wie die Deppen. Der schwere Rucksack auf den Schultern, man gewöhnt sich dran, so dass man trotzdem die schöne Landschaft genießen kann. Umgefallene Bäume lagen häufig im Wege, das nennt man hier also „markierte Wanderwege“. Nun ja, markiert waren die Trampelpfade ja in der Tat, manche Bäume hat man mit roten Kringeln bemalt. Elche und Bären haben wir gewiss vertrieben, sie werden Schweißgeruch wohl nicht lieben. Die Vöglein in den Baumkronen waren am Grinsen, wir schossen ein Foto nach dem anderen durch die Linsen. Die Kiefern wollten Schatzi oft die Matte klauen, selber schuld den Rucksack so hoch zu bauen! Eine lange Pause machten wir an einer schönen Brücke, im eiskalten Wasser planschte ich dort meine Füße. Am Nachmittag erreichten wir den Muddus-Fallet, der über Stufen in eine tiefe Schlucht hinabglitt. Im Hüttencamp holte ich Wasser aus der Zisterne, doch hier nächtigen wollten wir nicht so gerne. Wenig später fanden wir einen einsamen Tältplats1, bei Wind und Regen unter’m Tarp, das hat was! Zum Abendessen gab es aus Trockenpulver eine Erbsensuppe. Traumhaft wie ich da so im Schlafsack lag und rausguckte! Nur unangenehm, wenn man nachts zur Birke muss, nackig, nur mit der Daunenjacke an, rannte ich los.
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